Zurück zur Wurzel

Hatte ich doch letztens noch geschrieben, dass ich noch nie so richtig analog fotografiert habe und mir das auch nicht vorstellen könnte. Nun trug es sich aber zu, dass meine Freundin folgende Kamera geschenkt bekam:
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Es ist eine der letzten Spiegelreflexkameras aus Deutschland!
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Sie funktioniert vollständig ohne elektrische Energie!
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Und völlig ohne Automatik!

Es ist eine Icarex 35 von Zeiss Ikon (Westdeutschland) und die kann eigentlich gar nix, außer gute Bilder machen. Die Probleme fangen ja schon damit an, dass es keine Belichtungsmessung gibt. Man muss also wissen, welche Blende und Belichtungszeit man einstellt. Bei meiner Canon 5D gebe ich die Blende (und natürlich ISO) vor und die Kamera sucht die richtige Zeit aus, je nachdem wie hell es ist. Bei der Ikarex muss ich die Zeit heraussuchen, bzw einfach wissen. Das stellt mich vor ungeahnte Herausforderungen. Wie hat man das früher gemacht?
Ich werde wahrscheinlich einfach schummeln und die 5D die richtige Zeit messen lassen. HeHe!
Dann muss man natürlich manuell fokussieren. Die Icarex hat nur einen Lichtschacht, das heißt man schaut von oben über eine Lupe auf die Mattscheibe. Das Bild wird auf der Scheibe natürlich spiegelverkehrt angezeigt, was die richtige Komposition des Bildes schwieriger macht, da man die Kamera immer in die falsche Richtung bewegt. Moderne Kameras haben da einen ordentlichen Prismensucher drin, der das Bild dreht und auf die Sichtachse des Auges wirft.
Aber den Komfort bietet die Icarex nicht.

Trotz all dieser Nachteile, freut es mich schon richtig damit Fotos zu machen. Ich gespannt, was das Objektiv so leisten kann und ob die Bilder richtig belichtet sind. Die Kamera wirkt ja eigentlich schon sehr schick vom Design her und ist robust, wie ein Ziegelstein. Außerdem lernt man, Helligkeit und Lichtwirkung noch besser einzuschätzen, weil man ja immer überlegen muss, welche Belichtungszeit die Richtige ist. Solche alten Kameras zwingen einem zum langsameren und nachdenklicheren Fotografieren. Ob das sich wirklich positiv auswirkt oder ob ich davon schnell genervt bin…es wird sich zeigen. Film ab!

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3 Kommentare zu “Zurück zur Wurzel

    • Danke! Die ersten beiden Fotos wurden jetzt gemacht, aber scheinbar habe ich mich bei der Belichtungszeit verrechnet. Man muss sich das penibel aufschreiben am Anfang, um so Fehlerquellen zu entdecken. Wenn die Bilder dann da sind, weiß man ja leider nicht mehr, was man da falsch gemacht haben könnte. Gar nicht so einfach…

  1. Pingback: Määähh | Photografie-Anzeige-Werk

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